
Eine Sehenswürdigkeit ist allein der futuristisch anmutende Bau des französischen Architekten Rudy Ricciotti: Der Konzertraum des Nikolaisaals.
Die Stadt verfügt über
eine ungewöhnlich große Vielfalt an kulturellen und künstlerischen
Organisationen und Einrichtungen, wissenschaftlichen und sozialen Initiativen.
Ein prall gefüllter Veranstaltungskalender mit mannigfaltiger Auswahl
an Konzerten, Theateraufführungen, Ausstellungen und Tanz belegt, dass
Potsdam seinen Platz 'an der Seite Berlins' gefunden hat.
Obwohl mit 140 000 Einwohnern eine der kleinsten Landeshauptstädte,
kann Potsdam auf eine weit gefächerte Kulturlandschaft blicken. Die
Attraktivität der Stadt und Aktivität ihrer Bürgerinnen und
Bürger führen dazu, dass alljährlich nicht nur Millionen
von Touristen kommen, sondern dass viele Menschen auch für immer bleiben.
Im Gegensatz zu anderen, insbesondere ostdeutschen Städten, kann sich
Potsdam trotz nicht ausbleibendem Wegzugs gleichzeitig über regen Zuzug
freuen, die Einwohnerzahl ist nicht nur stabil, sie steigt sogar. Über
30 000 Neubürger konnte Potsdam in den vergangenen 10 Jahren begrüßen.
Bei aller Euphorie über die Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas
gibt es natürlich auch noch Defizite, gerade in Zeiten knapper Kassen
und rückgängiger Steuereinnahmen der Kommunen. Doch diese Situation
begreift Potsdam als Herausforderung. Die Stadt weiß um die Chancen,
die die Bewerbung zur Kulturhauptstadt bieten. Sämtliche Leistungsträger
aus Kultur, Wissenschaft, Soziales, Bildung, Sport, Politik und Wirtschaft
werden sich bei der Bewerbung und der Umsetzung der Kulturhauptstadt engagieren.
Neue Ideen und Projekte aus all diesen Bereichen werden im Rahmen der Kulturhauptstadt
ein Forum finden. Die daraus entstehende Bewegung wird die Kulturlandschaft
nachhaltig fördern und prägen - zunächst auch unabhängig
vom Zuschlag im Jahr 2006.

Eines der ältesten im Originalzustand erhaltenen Schlosstheater in Europa: Das Theater im Neuen Palais.